Radio Wissen
A
Ad Fraud ist ein Sammelbegriff für betrügerische Manipulationen von Online-Werbemaßnahmen, bei denen eine falsche Werbeleistung vorgetäuscht wird. Die häufigsten Arten von Ad Fraud sind Click-Fraud, Impression-Fraud, Illegal Bots (infizierte Rechner), Bots (eigenständige Rechner), Botnet (vernetzte Rechner), Pixel-Stuffing (mehrere versteckte Werbemittel) und Ad Stacking (übereinanderliegende Werbemittel).
Ad Blocker sind Filterprogramme, die Werbung auf Internetseiten blockieren. Ein Großteil der Werbebanner wird dadurch ausgeblendet und für den Nutzer unsichtbar. Audiospots in Online-Audio-Kampagnen können größtenteils nicht geblockt werden, weil Audio-Streaming andere technische Merkmale als visuelle Displays aufweist.
Ein AdServer ist ein physischer Server oder eine auf einem physischen Server installierte Software. Der AdServer liefert die bei ihm eingebuchten Werbemittel über die an ihn angeschlossenen Kanäle (Apps, Websites, Streams) aus. Darüber hinaus misst ein AdServer die Auslieferungen des Werbemittels und Werte wie Klicks und Leads.
Den einzelnen Aufruf eines Werbemittels von einem AdServer bezeichnet man als AdImpression. Die genaue Zahl der Ausspielungen des Werbemittels wird im AdServer protokolliert. In Verbindung mit weiteren Leistungswerten ergibt sich so ein Wert für die Conversion: die Effizienz des Werbemittels und des Kanals. Im Bereich Online Audio entspricht eine AdImpression der vollständigen Ausspielung eines Audiospots auf dem genutzten Endgerät. Dabei werden nur vollständig durchgehörte Spots abgerechnet.
Anteil einer bestimmten Zielgruppe an der Nutzerschaft eines Mediums im Verhältnis zum Anteil dieser Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung. Die Affinität wird als Index dargestellt und ist ein Maß für die Zielgruppennähe des Mediums. Ein Index von 150 bedeutet beispielsweise, dass der Anteil der Zielgruppe in dem betreffenden Medium um 50 Prozent höher liegt als in der Gesamtbevölkerung. Formel: Reichweite des Senders in der Zielgruppe (absolut) geteilt durch Reichweite des Senders in der Gesamtbevölkerung (absolut) x 100 = Affinität in %
Mit dem Affinitätsindex wird das relevante Verhältnis von Affinität zum Anteil der Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung bezeichnet und definiert. Formel: Affinität in % geteilt durch Anteil der Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung in % x 100 = Affinitätsindex
Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e. V. (AGOF) ist ein Zusammenschluss von Online-Vermarktern. Ihre Aufgabe ist die langfristige Untersuchung von Nutzungsverhalten und Reichweiten der Online-Angebote. Die AGOF besteht aus den Bereichen Internet und Mobile und veröffentlicht regelmäßig die Leistungswerte der Angebote: in den Studien AGOF internet facts und AGOF mobile facts.
Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V. ist der Zusammenschluss von Werbungsmittlern, Werbeträgern und Werbungtreibenden mit dem Ziel, die Leistung und Nutzerschaft von Werbeträgern zu erheben. Die von der agma zu diesem Zweck durchgeführte Untersuchung ist die Media-Analyse (ma).
Die Allonge ist ein Anhang an einen Werbespot (Basisspot) mit wechselndem aktuellen Inhalt. In einer Allonge werden z. B. Händler- oder Bezugsadressen im Sendegebiet des ausstrahlenden Senders genannt.
Audio Brand Tracking ist eine kampagnenbegleitende Werbewirkungsuntersuchung, die für Radiokampagnen aller Branchen durchgeführt wird. Audio Brand Tracking belegt die Aktivierung von Audiokampagnen anhand kampagnenindividualisierter Werbewirkungsindikatoren: ob Markenbekanntheit, Werbeerinnerung, Markenimage, Relevant Set, Markenpräferenz sowie Verwendungs- und Kaufneigung. Dieser Nachweis wird nicht nur für den Audioeinsatz ausgewiesen. Je nach Mediamix werden Kennzahlen im intermedialen Vergleich dargestellt.
Ein Audio Ad & Companion Banner – oder auch PreStream Spot & Companion Banner – schafft die Synergie zwischen Hören und Sehen. Exklusiv geschaltete Online Audio-Spots sprechen den User direkt an und verweisen auf parallel geschaltete Display Ads (z.B. Skyscraper, Superbanner, Wallpaper), die die Audiobotschaft aufgreifen und verstärken.
Audio-on-Demand (dt. Audio auf Nachfrage) beschreibt die Möglichkeit, digitales Audiomaterial von einem Internetanbieter oder -dienst herunterzuladen (Download) oder direkt über einen Audio-Stream anzuhören.
Nutzer mind. eines klassischen Senders (Basis: alle klassischen Sender) und/oder Webradio-/Streamingdienst-Nutzer (Basis: allgemeine Angabe).
Der Audio Identity Check ist ein standardisiertes Forschungs-Instrument zur Überprüfung von auditiven Soundlogos und Jingles. Mit dem Audio Identity Check wird das Audiobranding einer Marke untersucht. Die zentralen KPIs sind dabei Bekanntheit, Markenzuordnung, Gefallen sowie die Markenpassung. Zum Einsatz kommt der Audio Identity Check etwa zur Bewertung von (bestehenden oder neuen) Audiobrandings, zur Überarbeitung von Audiobrandings oder zur Überprüfung der Markenpassung.
B
Online-Werbeform, die als Grafik- oder Flashdatei in eine Website eingebunden wird. Ein Banner ist in der Regel mit der Website eines Werbungtreibenden verbunden, so dass der Nutzer durch einen Click auf das Banner direkt in das entsprechende Online-Angebot gelangt. Die Differenzierung zwischen Banner und Button ist von der Größe und Form der Werbefläche abhängig.
Das Briefing stellt die Grundlage einer jeden Mediaplanung dar und beinhaltet die wesentlichen Informationen zu den Rahmenbedingungen (Budget, Zeitraum, Zielgruppe usw.), den Zielen der Planung sowie zur Ausgangssituation.
Dieser Wert drückt die Anzahl/Summe aller Kontakte mit einem Medium aus und gibt die Kontakte/Kontaktchancen von Personen mit einem Medium oder mehreren Medien (auch mit einem oder mehreren Werbemitteln) in Mio./Tsd. oder % (GRP). Bei Mehrfachbelegungen eines Mediums oder mehreren Medien werden die einzelnen Reichweiten ohne Berücksichtigung interner oder externer Nutzerüberschneidungen addiert. Brutto-Kontakte geben lediglich Auskunft über die Zahl der insgesamt angefallenen Kontakte, sagen aber nichts über die Anzahl der erreichten Personen aus. D. h. es ist nicht möglich zu sagen, ob wenige Personen sehr oft oder viele Personen nur einmal erreicht wurden.
Branded Podcasts sind einzelne, von Werbetreibenden beauftragte und finanzierte Podcast-Folgen. Sie sind zunehmend fester Bestandteil der Content-Marketing-Strategie und Unternehmenskommunikation. Synonyme: Corporate Podcast, Marken Podcast
C
Computer Aided/Assisted Telephone Interview (CATI)Bei der Durchführung von Telefoninterviews werden die Fragen vom Interviewer vom Computerbildschirm abgelesen und die Antworten direkt in den Computer eingegeben.
Computer Aided Web Interview (CAWI)Internetbasierte Befragungsmethode in der der Fragebogen über den Webbrowser oder mobilen Webbrowser ausgefüllt wird.
Der Carryover Effekt im Marketing beschreibt die langfristige Wirkung von Werbemaßnahmen, die über den Kampagnenzeitraum hinausgeht. Er zeigt, wie positive Effekte wie gesteigerte Verkaufszahlen auch nach der Kampagne spürbar bleiben.
Corporate Podcasts sind einzelne, von Werbetreibenden beauftragte und finanzierte Podcast-Folgen. Sie sind zunehmend fester Bestandteil der Content-Marketing-Strategie und Unternehmenskommunikation. Synonyme: Branded Podcast, Marken Podcast
Eine Werbeform im Radio, bei der der Werbekunde im Werbeblock exklusiv die erste und letzte Platzierung erhält. Die Spots bilden so eine Klammer um den gesamten Werbeblock und sichern dem Kunden einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt.
Cost per X (CpX) / Cost per Click (CpC) / Cost per Lead (CpL) / Cost per Order (CpO)CpX steht für Cost per X und beschreibt die Kosten, die für eine bestimmte Anzahl von zählbaren, durch Werbung indizierte Aktionen auf Nutzerseite entstehen. Diese Aktionen können Klicks (Click, Cost per Click, CpC), Leads (Registrierung eines Kunden, Cost per Lead, CpL) oder Orders (Bestellungen, Cost per Order, CpO) sein.
Die Click-Through-Rate (CTR) benennt die konkrete Zahl der Klicks auf ein Werbemittel im Vergleich zur Gesamtzahl der Auslieferungen.Synonyme: Conversion Rate
D
Ein digitaler Übertragungsstandard für den terrestrischen Empfang von Hörfunkprogrammen. Der Vorteil dieser Technik liegt in der geringen Störungsempfindlichkeit des Übertragungsweges. DAB sollte in Deutschland die Nachfolge von UKW antreten, konnte sich jedoch seit der Inbetriebnahme 1999 nicht durchsetzen. Der 2011 gestartete Nachfolgestandard DAB+ basiert auf einem anderen Komprimierungsverfahren und verspricht Störungsfreiheit bei erhöhter Reichweite.
Durchschnittliche Anzahl der Kontakte mit einem Werbeträger oder einer Werbeträgerkombination pro Person, bezogen auf alle Personen, die insgesamt von dem Werbeträger bzw. der Kombination erreicht werden, also mindestens einen Kontakt gehabt haben.
Formel:
Summe aller Kontakte (Brutto-Reichweite)/Anzahl aller erreichten Zielpersonen (Netto-Reichweite) = Durchschnittskontakte
E
Ein Werbeblock mit maximal zwei bis drei Spots, in dem den werbenden Firmen Branchenexklusivität zugesichert wird.
Ein Hörer, der nur einen einzigen Werbeträger/Sender hört und daher nicht von anderen Werbeträgern/Hörfunksendern erreicht wird.
Überschneidung der Nutzerschaft bei Belegung verschiedener Medien. Beispiel: Eine bestimmte Anzahl von Personen hört denselben Werbespot auf verschiedenen Hörfunksendern.
F
Es handelt sich um eine persönlich-mündliche Befragung, häufig unter Verwendung von Karten- und Listenvorlagen.
Summe der Spots, mit der im Rahmen einer Radioplanung die ausgewählten Zeitschienen belegt werden.
G
Personen, die an 1, 2 oder 3 von 6 Werktagen (Mo-Sa) Radio hören. Ein Hörer, der eine Hörwahrscheinlichkeit zwischen 42 % und 58 % im weitesten Hörerkreis (innerhalb der letzten 14 Tage) aufweist, wird als gelegentlicher Hörer kategorisiert. (Siehe auch Stammhörer.)
Geo-Tool für europäische Postleitzahlen: cebus.net/de/geo
Eine rein rechnerische Messgröße für die Bewertung von Mediaplänen. Es handelt sich um die addierte Anzahl der Kontakte ohne Berücksichtigung von Überschneidungen und wird in Prozent angegeben. Er drückt somit die prozentuale Bruttoreichweite aus. GRP-Werte sind Durchschnittswerte, die für die Kontaktqualität eines Mediums keinerlei Aussagewert haben. In ihnen schlägt sich jedoch der Werbedruck nieder, der erforderlich ist, um ein bestimmtes Werbeziel zu erreichen.
Formel:
Netto-Reichweite in % x Anzahl der Spots = GRP
oder
Brutto-Reichweite (in Mio.) x 100 % Basis (in Mio.)
Der GRP ist ein Hilfswert zum Vergleich der Werbeintensität in verschiedenen Gebieten oder Zeiträumen und ermöglicht den Vergleich verschiedener Mediagattungen.
H
Die Hördauer (05:00 – 24:00 Uhr) bezeichnet die Zeit, die durchschnittlich pro Kopf der Bevölkerung mit Radiohören verbracht wird. Die Hördauer eines Senders entspricht der Summe der gehörten Viertelstunden dieses Senders dividiert durch die Gesamtzahl der Befragten (Hörer und Nichthörer). Die Hördauer kann sender- und regionalbezogen ausgewiesen werden.
Unter den Hörer Gestern versteht man alle Personen, die im Tagesablauf (05:00 – 24:00 Uhr) während mindestens eines Zeitintervalls (15 Minuten) Radio gehört haben. (Schon mal gehörte Sender -> Weitesten Hörerkreis -> Hörer Gestern).
In der ma Radio bezeichnet er die segmentierte durchschnittliche Stundenreichweite in den werbetragenden Stunden von 06:00 bis 18:00 Uhr Montag – Freitag/Samstag/Sonntag. Demnach stellt er einen Mittelwert aller Stunden mit Werbung zwischen 06:00 und 18:00 Uhr dar und gibt an, wie viele Personen im Durchschnitt bei der einmaligen Schaltung eines Werbespots in dieser Zeit erreicht werden.
Die aufgrund der Hörwahrscheinlichkeit rechnerisch ermittelte Nutzungswahrscheinlichkeit für die werbetragende Sendestunde eines Hörfunkprogramms.
Der HpT wird auf Basis des Hörer Gestern rechnerisch ermittelt. Er ist also ein nachträglich bestimmter Wahrscheinlichkeitswert, der sich aus der Nettoreichweite aller werbetragenden Stunden eines Programms errechnet. Dabei wird der Hörer Gestern segmentiert (auf p-Wert-Basis) und anschließend als HpT ausgewiesen (alle werbetragenden Stunden einer Angebotsform zwischen 05:00 – 24:00 Uhr 1x belegt.)
I
Das IMAS PsychoMeter ist ein standardisiertes Pre- und Posttestinstrument für die Überprüfung von Radiospots, das von dem Institut IMAS International (München) angeboten wird. Alle vier Wochen wird die Effizienz von 20 aktuellen Radiospots in Bezug auf ihre Durchsetzungskraft bzw. Aufmerksamkeitsstärke (Impact) sowie ihre inhaltliche Wirkung (Resonanz) untersucht.
Ein längerer Werbespot in Form eines unterhaltenden Beitrags, der redaktionell anmutet, jedoch für die Produkte eines Kunden wirbt. Die Infomercials werden exklusiv in einem Werbeblock ausgestrahlt und bieten dem Werbungtreibenden durch die redaktionellen Inhalte eine verstärkte Hörer-Aufmerksamkeit.
Das Intro bezeichnet ein akustisches Eröffnungselement für einen Programmpunkt (Aktion, Rubrik oder Spot). Häufig wird im Intro ein Kunde mit seiner Marke platziert und erhält somit eine enge Anbindung an das Programm.
IVW steht als Abkürzung für Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. Die IVW ist unabhängig und wurde ursprünglich zur Auflagenkontrolle von Printmedien geschaffen. Heute erhebt und kontrolliert die IVW Verbreitungsdaten auch für Online-Medien, Funkmedien, Außenwerbung, Kinos und Events. Für jedes Medium gelten spezielle Erhebungsrichtlinien. Die Zahlen der IVW geben Aufschluss über die tatsächlichen Verkaufszahlen, Auflagenzahlen und Leistungswerte der einzelnen Medien.
J
Eine kurze Tonfolge oder Melodie, die – kurz und prägnant – als Erkennungsmelodie eines Radiosenders, einer Marke oder eines Unternehmens eingesetzt wird. Jingles sind in vieler Hinsicht mit Audiologos vergleichbar. Sie sind jedoch länger und meist mit gesungenem Text versehen.
K
Kontakt bezeichnet jede noch so flüchtige Berührung einer Person oder eines Haushalts mit einem Werbeträger oder einem Werbemittel. Man unterscheidet in Werbeträgerkontakt (WTK) oder Werbemittelkontakt (WMK).
Die Chance, die ein Werbungtreibender hat, über die von ihm im Werbeträger eingesetzten Werbemittel in Kontakt mit Lesern, Sehern oder Hörern zu kommen.
Anzahl der Kontakte, die eine Person mit einem Werbeträger oder einer Kombination von Werbeträgern hat.
M
Der Marktanteil eines Hörfunkprogramms bzw. einer Gruppe von Hörfunkprogrammen gibt an, wie groß der prozentuale Anteil der Hördauer des Senders bzw. Sendergruppe an der Hördauer aller Sender ist.
Die Mediaanalyse ist eine Untersuchung, die auf Basis von repräsentativen Befragungen Daten zu Nutzern und Reichweiten von Werbeträgern ermittelt. Die erhobenen Daten sind grundlegend für die Mediaplanung. Die Mediaanalyse für das Radio ist die ma Radio.
Mediaeinsatz in mehreren Mediagattungen (Zeitung/Zeitschrift, Hörfunk, Fernsehen, Plakat, Kino, Online). Weiterhin wird festgelegt, welche Aufgaben die einzelnen Mediagruppen im Rahmen der Kampagne erhalten und wie das zeitliche Zusammenspiel laufen soll.
Auswahl von Werbeträgern mit Hilfe von Analysen (Rangreihen, Tabellierungen) und nach diversen Leistungswerten.
Aufstellung aller für die Media-Planung relevanten Fakten. Im Wesentlichen sind es Informationen über Hersteller, Produkt, Marktsituation, Werbeetat, Zielsetzungen und Gestaltungskonzeptionen.
Motive sind das gestaltete und produzierte Werbemittel inkl. der zugehörigen eindeutigen Benennung/Kennung.
Für verschiedene Sender werden unterschiedliche Motive eines Produktes gestaltet und geschaltet, angepasst an die zu erreichende Zielgruppe innerhalb der jeweiligen Hörerschaft oder an das Format des Werbeträgers.
N
Anzahl der Personen, die von einem Werbeträger bzw. einer Werbeträger-Kombination mindestens einmal erreicht werden. Dabei werden Doppel- und Mehrfachkontakte nicht berücksichtigt, d. h. jede Person geht nur einmal in die Rechnung ein, egal wie viele Kontakte sie gehabt hat.
Die S+P Daten werden von der Nielsen-Werbeforschung erhoben. Mittels Senderlisten der Sender und Mitschnitten der Programme/Werbeblöcke erhebt Nielsen, welche Produkte zu welcher Zeit an welcher Stelle (Platzierung) im Werbeblock pro Sender beworben wurden. Durch hinterlegte Preislisten können Bruttoumsatz-Zahlen einzelner Medien zugeordnet werden. S+P Daten werden täglich erhoben und in unterschiedlicher Detailliertheit je nach Kundenwunsch zur Verfügung gestellt.
Dabei handelt es sich um die von dem amerikanischen A.C. Nielsen Marktforschungsinstitut vorgenommene Einteilung eines Landes in ungefähr gleichgewichtige Gebiete.
In Deutschland bestehen folgende Nielsen Gebiete:
- Gebiet 1: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen
- Gebiet 2: Nordrhein-Westfalen
- Gebiet 3a: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
- Gebiet 3b: Baden-Württemberg
- Gebiet 4: Bayern
- Gebiet 5a: Berlin West
- Gebiet 5b: Berlin Ost
- Gebiet 6: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
- Gebiet 7: Thüringen, Sachsen
- Hinzu kommen 13 Nielsen Ballungsräume, das sind Großstädte und Umgebung bzw. Gebiete wie Rhein-Main und Rhein-Neckar.
O
Online Audio bezeichnet die kontinuierliche Übertragung und direkte Wiedergabe von Audio-Datenströmen über Internet-Protocol-basierte Netzwerke. Hierzu zählen Web-Only-Sender, Simulcasts von UKW-Programmen, Personal Radios, User Generated Radios, Aggregatoren und Music-on-Demand-Dienste sowie Podcasts.
Die S+P Daten werden von der Nielsen-Werbeforschung erhoben. Mittels Senderlisten der Sender und Mitschnitten der Programme/Werbeblöcke erhebt Nielsen, welche Produkte zu welcher Zeit an welcher Stelle (Platzierung) im Werbeblock pro Sender beworben wurden. Durch hinterlegte Preislisten können Bruttoumsatz-Zahlen einzelner Medien zugeordnet werden. S+P Daten werden täglich erhoben und in unterschiedlicher Detailliertheit je nach Kundenwunsch zur Verfügung gestellt.
P
Die Anzahl der Abrufe einer Website über einen Browser nennt man PageImpressions. Der Wert ist somit ein Index für die Nutzung einzelner Seiten innerhalb des Online-Angebots.
Produzieren und Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Wort setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können.
Bezeichnet die Sendezeit mit der stärksten Nutzung, beim Hörfunk in der Regel zwischen 05:00 und 10:00 Uhr, beim TV ab 20:00 Uhr.
Eine Promotion hat das Ziel, den Absatz von Produkten zu fördern. Dies kann auf unterschiedlichen Ebenen realisiert werden. Die größte Außenwirkung erzielt eine Verbraucherpromotion, denn diese richtet sich direkt an den Konsumenten. Zur Verbraucherpromotion zählen Gewinnspiele, die Verteilung von Produkten oder Geschmacksproben sowie Sonderverkäufe. Dabei kann eine Promotion sowohl on air als auch off air veranstaltet werden.
R
Eine nach Größe und Wertigkeit geordnete Auflistung von Werbeträgern.
Zentraler Begriff in der Mediaplanung. Die Reichweite eines Werbeträgers wird in Millionen, Tausend oder Prozent ausgewiesen und bezeichnet ganz generell die Menge der Personen die erreicht werden/wurden.
Eine in den alten und neuen Bundesländern gleichermaßen geltende Rundfunkordnung, die zum 1. Januar 1992 in Kraft trat. Der Staatsvertrag enthält in Form eines Artikelgesetzes insgesamt 5 in sich geschlossene Vertrags- und Gesetzeswerke, nämlich den Rundfunkstaatsvertrag. den ARD-Staatsvertrag, den ZDF-Staatsvertrag, den Rundfunkgebührenstaatsvertrag, den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag in Ergänzung durch den Bildschirmtext-Staatsvertrag und Vorschriften über In-und Außerkrafttreten bisheriger Regelungen, einige Übergangsbestimmungen und Kündigungsvorschriften.
S
Frage aus der Media Analyse nach den Sendern, die man überhaupt schon mal gehört hat. Diese Frage wird ohne Vorgabe eines Zeitraums gestellt. (Wird gleichgestellt mit Bekanntheit.)
Die ma-Definition lautet: Personen, die 4, 5 oder 6 von 6 Werktagen (Mo-Sa) Radio hören.
Durch Werbemaßnahmen erzielte Kontakte bei Personen, die nicht der definierten Media-Zielgruppe angehören.
T
Begriff für den Tausend-Nutzer-Preis, nur auf den Werbeträger Hörfunksender bezogen. Preis pro 1.000 Hörer, wobei jede Person nur einmal in die Rechnung eingeht.
Formel: Kosten x 1000 geteilt durch Netto-Reichweite in Tsd.
Dieser Wert gibt an, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 Kontakte zu erreichen. Er gibt damit eine wesentliche Aussage über das Preis-/Leistungsverhältnis. Formel: Kosten x 1.000 / Bruttoreichweite in Tsd.
U
Die externe Überschneidung bedeutet, dass zwei oder mehrere verschiedene Werbeträger denselben Nutzer haben, also die Überschneidung der Nutzerschaften zweier oder mehrerer Medien. Im einfachsten Fall hört ein Nutzer z. B. zwei Hörfunksender. Für Werbemaßnahmen bedeutet die Überschneidung eine Erhöhung des Kontakts, aber keine Steigerung der Netto-Reichweite.
Die interne Überschneidung dagegen bedeutet, dass bei mehrfacher Belegung eines Werbeträgers die Nutzer (Hörer) dieses Werbeträgers natürlich auch häufiger Kontakt mit der Werbung haben, also die Überschneidung innerhalb der Nutzerschaft mehrerer Ausgaben eines Mediums. Bei einem Sender mit hoher Stammhörerschaft ist die interne Überschneidung sehr hoch. Je höher die interne Überschneidung, desto höher ist der Werbemittelkontakt, desto niedriger ist aber auch die erzielte Nettoreichweite.
V
Die VuMA ist die derzeit aktuellste Markt-Media-Studie für die Mediaplanung mit Konsumzielgruppen in elektronischen Medien. Ziel ist die Beschaffung zielgruppen-qualifizierender Merkmale zur Optimierung von Planungsinstrumenten. Es werden repräsentative Daten zu Lebens- und Konsumgewohnheiten, Informations- und Mediennutzungsverhalten der bundesdeutschen Bevölkerung erhoben.
Sie gibt an, wie viele Minuten im Schnitt diejenigen Radio hören, die am Tag mindestens eine Viertelstunde lang gehört haben. Durch diesen Wert erfährt man, wie lange die Hörer eines Programms durchschnittlich vor dem Programm verweilen. Im Unterschied zur Hördauer wird die gesamte Minutenzahl nur durch die Anzahl der Hörer dieses Programms geteilt. Eine hohe Verweildauer weist auf eine sehr gute Programmanbindung hin. Das heißt, die Hörer, die den Sender hören, tun dies sehr intensiv. Um die Akzeptanz eines Programms zu prüfen, ist die Verweildauer ein wesentlich besserer Wert als die Hördauer (siehe auch Hördauer).
W
Im Webradio können Zielgruppen breit bis sehr spitz angesprochen werden. Hierzu stehen unterschiedliche audio- und audiovisuelle Werbeformen zur Verfügung. Am häufigsten eingesetzt werden Pre-Stream und In-Stream Audio Ads. Darüber hinaus können auf den Websites der Webradioanbieter Display-Werbeformen stationär als auch mobil geschaltet werden: Banner, Skyscraper oder Wallpaper. Besonders hohe Response-Werte erreicht die crossmediale Kombination Audio+Display Ad. Die Auslieferung von Webradio-Werbung erfolgt über AdServer. Dank des umfangreichen AdManagements können Kampagnen regelmäßig optimiert werden. Im Anschluss an die geschaltete Kampagne erhält der Kunde ein Reporting und die Abrechnung über die tatsächlich generierten Werbemittelkontakte.
Das sind alle Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage ein Programm gehört haben. Anhand dieses Wertes kann man sehen, wie verbreitet ein Programm grundsätzlich ist und wie viel Personen überhaupt die Gelegenheit wahrgenommen haben, dieses Programm einzuschalten.
Der WHK definiert auch den Radiohörer: Hörer ist, wer in den letzten 14 Tagen Radio gehört hat.
Zeitlicher Teil der Feldarbeit einer Untersuchung. Die Durchführung von Untersuchungen in mehreren Wellen dient dazu, mögliche, etwa durch saisonale Schwankungen hervorgerufene atypische Verhaltensweisen der Befragten auszugleichen.
Ausgaben für werbliche Zwecke. Die Bruttowerbeaufwendungen in klassischen Medien werden u.a. von Nielsen S+P ohne Abzug von Rabatten erfasst.
Form einer Werbebotschaft: Hörfunkspot, TV-Spot, Anzeige, Kinospot, Banner etc.
Der Werbemittelkontakt ist die Größe, die angibt, wie viele Nutzer eines Mediums mit einem konkreten Werbemittel Kontakt hatten. Beim Radio bezieht sich dieser Wert auf die Hörer einer Viertelstunde. Genauer gesagt: auf den Kontakt mit einer durchschnittlichen Viertelstunde pro Stunde, in der Werbung geschaltet wird.
Medium, durch welches die Werbebotschaft übermittelt wird, also z.B. Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen.
Die Nutzung eines einzelnen Werbeträgers durch eine Person, nennt man Kontakt. Ein Kriterium für die Beurteilung der Leistungen eines Mediaplans ist beispielsweise die Gesamtzahl der damit erreichten Kontakte. Beim Radio bezieht sich das auf die Hörer pro Stunde. Genauer gesagt: auf den Kontakt mit mind. einer Viertelstunde pro Stunde, in der Werbung geschaltet wird.
Das Ausmaß, in welchem die Werbebotschaft richtig und vollständig an den Empfänger gelangt, wobei sich Einflüsse des Werbeträgers und des Werbemittels hineinmischen.
Hierbei geht man davon aus, dass nicht alle Personen (Nettoreichweite), die über eine Kampagne erreicht werden, die Werbebotschaft verstehen. Über eine Kontaktklassenverteilung lassen sich einzelne Kontaktklassen gewinnen, um damit ihre Wertigkeit einzuschränken. Somit können Personen, die z.B. nur 1 Kontakt mit einer Kampagne hatten, aus der Nettoreichweite herausgerechnet werden. Der hierdurch eingegrenzte Wert entspricht der Wirksamen Reichweite.
Z
Der ZAW ist eine Arbeitsgemeinschaft von Organisationen, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, vorbereiten, durchführen, gestalten oder vermitteln. Der Dachverband sorgt neutral für den Interessenausgleich zwischen den einzelnen Branchen und Gruppen der Werbewirtschaft. Gleichzeitig stimmt er dort die Grundzüge seiner Werbeaußenpolitik mit den 37 Mitgliedsorganisationen ab. Außerdem tritt der ZAW als Sprecher des gesamten Wirtschaftszweiges bei allen Vorgängen im Zusammenhang mit Werbung gegenüber Gesetzgebung, Regierung, Verwaltung und anderen organisierten Bereichen der Gesellschaft in der Bundesrepublik auf.
Einen nach bestimmten Merkmalen (z. B. soziodemographischen) definierte Personengruppe, die durch eine Werbemaßnahme angesprochen werden soll, weil sie den potentiellen Verbraucherkreis darstellt.